Dalarö

Jul 15, 2022 | Bordbuch, Schweden, Urlaub 2022

15.07.2022, Tag 35, von Lökholmen nach Dalarö, 23,3 sm

Schon am Morgen deutete sich an, dass uns der Wind nicht sehr gewogen sein würde. Nordwest 4, zuerst unter Motor an Sandhamn vorbei und die relativ enge und vielbefahrene Passage gefahren. Der Wind nahm zu, wurde sehr böig, also ein Reff in das Großsegel gedreht und dann sind wir bis zum Leuchtturm der Einfahrt nach Sandhamn gekreuzt. Danach ging es leicht Richtung Süden, wir konnten am Wind segeln. Vor allem die höheren Schärenfelsen lenken den Wind stark ab, von wenig bis zu heftigen Böen, man muss auf alles gefasst sein. Auch erlebten wir einen heftigen Windsprung, alle Segelboote, die unterwegs waren, hatten plötzlich flatternde Segel oder legten sich sehr schief. Na gut, hatten wir schon mehrmals erlebt. Trotzdem legte der Wind stetig zu, die Wellen wurden deutlich höher, so dass wir dann doch froh waren, rechtzeitig gerefft zu haben.

Wir wählten dann ein seitliches Fahrwasser Richtung Dalarö mit dem Vorteil, dass es weniger Wellen gab, allerdings war die Windrichtung dann weniger konstant. Die Schären hier sind wirklich einzigartig schön, so viele Felsen, unbewachsen, kleine und große, allein dieser Anblick entschädigt für alle Mühen.

Schließlich erreichten wir Dalarö, wir fuhren am Stadthafen vorbei und in den nördlich gelegenen Askfatshamn. Das war eine gute Entscheidung, wir bekamen sogar noch einen der letzten Plätze und wurden vom örtlichen Hafenpersonal eingewiesen und in Empfang genommen. Eine große Hilfe bei dem starken Wind.

Ein Spaziergang zum Lotsenberg, das ist der höchste Felsen in der Umgebung, bot uns einen wunderbaren Rundblick über das Wasser und die sehr hübsche Stadt. Die Häuser sind im „Gammel Dalarö Stil“ erbaut, heißen hier auch Schweizer Häuser, weil sie den Häusern in den Alpen nachempfunden sind. Bunte schöne Holzhäuser mit Balkonen und Giebelverzierungen, in vielen Gärten sieht man die nackten Felsen, viele Blumen und Bäume und ein sehr schöner Weg zurück in den Hafen über eine steile Treppe. 

Und von unserem Boot ist die hohe Felswand nicht weit entfernt. Ich glaube, diesen Anblick werden wir wirklich vermissen, wenn wir wieder weiter nach Süden kommen.

Dalarö Lotsenberg

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