Løgstør

Aug 11, 2021 | Bordbuch, Dänemark, Urlaub 2021

11.08.2021, Tag 39, Aalborg nach Løgstør, 24 sm

Die 24 Seemeilen von Aalborg nach Løgstør bestehen hauptsächlich aus Fahrrinne, obwohl die oft breiten Gewässer den Anschein vermitteln, dass man segeln könnte. Doch sie sind sehr flach, man hält sich besser an die Fahrrinne. Und der Wind kam aus Westen, so dass wir auch beim besten Willen nicht kreuzen konnten, viel zu schmal und zu groß die Gefahr, aufzulaufen. Also mussten wir motoren, gegen den kräftigen Wind. Im Wasser sehr viel Seegras und Unmengen von Ohrenquallen in allen Größen. Max musste unterwegs dreimal Seegras aus der Schraube holen, es ist so stabil, dass es sich um die Schraube wickelt und nicht zerschnitten wird. Dadurch wird die Fahrt sehr langsam. Also eine breite Stelle suchen, damit genug Platz ist, Motor aus, Seegras mit dem Bootshaken rauskratzen, Motor an und weiter geht es. Der Motor ist immer wieder brav angesprungen, ein Glück, dass wir die Wartung gemacht haben. 

Vor der Aggersundbrücke mussten wir noch eine halbe Stunde auf die Brückenöffnung warten, und dann ging es schießlich durch eine sehr schmale Fahrrinne, wo wir dann zu guter Letzt doch noch ein wenig segeln konnten, in den wunderschönen Kanalhafen von Løgstør. Schnell einen guten Platz gefunden und erstmal Abendessen und kurz erholen.

Løgstør hat eine sehr interessante Geschichte, stand in Konkurrenz beim Handel mit Aalborg, was man sich so gar nicht vorstellen kann. Aber liegt an einer engen Durchfahrt und dies war immer von strategischer Bedeutung. Friedrich VII ließ parallel zum Limfjord einen 4,4 km langen Kanal graben, damit Schiffe mit größerem Tiefgang passieren konnten und nicht abgeladen, über das flache Wasser gezogen und wieder aufgeladen werden mussten. Der Kanalhafen ist der östliche Ausgang des heute unter Denkmalschutz stehenden Kanals. Anfang des 20. Jhd. wurde eine Fahrrinne durch die Untiefe gegraben und der Kanal geschlossen. Nach dem Durchbruch der Nordsee 1825 in den Limfjord blühte Løgstør als Handels. und Industriestadt kurz auf, heute lebt die Stadt von der Muschelfischerei (die berühmten Limfjord-Muscheln) und deren touristischen Vermarktung mit allen möglichen Veranstaltungen.

Und was wir auch so schön fanden, der Brückenwärter der Aggersundbrücke hat uns im Hafen willkommen geheißen. Wir haben noch sehr nett geplaudert, was für eine schöne Geste!

Was wir auch so noch nie gesehen haben, der Strand bei Løgstør ist nicht von Sand, sondern von Bergen von Muschelschalen bedeckt. Unglaublich!

Am Muschelstrand von Løgstør

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